Donnerstag, 21. Juni 2018

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47. Haserundfahrt (11.10.2014)

 Jürgen Brucksch (15.10.2014)

Bericht von den Ori-Fans!

Stelldichein der Orientierungssport-Elite aus ganz Deutschland in Bramsche! So ähnlich hieß es in einem Pressebericht in dem im Vorfeld auf die Orientierungsfahrt von vergangenem Samstag hingewiesen wurde.

Nachdem die Orientierungsfahrt vom AC Bramsche seit Jahren zu den besten Orientierungsfahrten von Deutschland zählt hat es sich in der Tat so eingebürgert, dass sich hier die besten Teams aus ganz Deutschland gegeneinander messen.

In diesem Jahr war die Fahrt wieder so wie eine Top-Veranstaltung unserer Meinung nach sein soll: Kompakt (90 km), flüssig zu fahren (erstmals keine Wendekontrollen!), anspruchsvolle Aufgaben die aber alle gut und flüssig von uns ausgewertet werden konnten (keine längeren Standpausen wegen Aufgaben wie gesamtkürzeste Strecke etc.), ausreichend Fahrzeit (Schnitt von 27 km/h) plus eine Stunde strafpunktfreie Karrenz die bei Punktgleichheit auf der Strecke zur Wertung herangezogen wurde. Obwohl auch weitere Aufgaben aus den früheren Jahren wie z.B. eine obligatorische Streckenskizze gefehlt haben gab es dennoch so viele Tricks in den Fahrtaufträgen, dass wir diese zum Teil erst im Ziel in den ausgehändigten Lösungen erkannt haben ;-)

Meine positiven Aussagen der letzten Jahre zur gesamten Organisation und zur Streckenführung wurden auch in diesem Jahr erneut bestätigt; wer mehr wissen will kann gerne einen meiner früheren Berichte diesbezüglich nochmal durchlesen.

Einen ausführlicheren Bericht über einzelne Aufgaben könnt ihr auch gerne im schönen Bericht von Ricarda auf der Homepage des MSC Dülken nachlesen http://mscduelken.de/berichte-2014/bramsche/

Besonders gut haben mir die letzten drei Aufgaben gefallen wobei ich hier anmerken muss, dass gerade in Bramsche gegen Ende der Ori in der Regel noch einmal kräftig in die Trickkiste gegriffen wird. Das ist meiner Meinung nach auch der richtige Zeitpunkt, denn wenn die Konzentration der Teams gegen Ende schon etwas nachlässt fällt man halt auch leichter auf diverse Tricks herein als zum Anfang einer Orientierungsfahrt.

Aufgabe 13 bestand z.B. aus vier teilweise nummerierten Pfeilen, zwei nummerierten Strichen und einem (versteckten) Punkt. Die Zusatzbedingung lautete: Alle Pfeile dürfen in dieser Aufgabe nur einmal in voller Länge befahren werden. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Aufgabe 14 bestand aus 5 teilweise nummerierten Strichen und einem Pfeil. Die Zusatzbedingung lautete: In dieser Aufgabe ist gegenläufiges Fahren erlaubt, aber nicht gegen den aufliegenden Pfeil. Zusätzlich gab es noch die Schwierigkeit zu berücksichtigen, dass wir in diesem Gebiet in Aufgabe 12 schon gefahren sind (dies wurde sogar nochmal erwähnt was wir im Sinne flüssiger Abarbeitung sehr gut und hilfreich empfanden). Letztendlich musste man berücksichtigen, dass man auf Grund der Vorbelegung durch Aufgabe 12 an zwei Stellen kreuzen würde und kreuzen war laut Durchführungsbestimmungen nicht erlaubt.

Aufgabe 15 kam dann nochmal aus den Tiefen der Ori-Trickkiste und beinhaltete gleich mehrere Fallen.
Beim Übergang von Aufgabe 14 zu Aufgabe 15 musste man berücksichtigen, dass der Parkplatz auf dem es in Aufgabe 15 mit 3 Strichen losging, im Kartenausschnitt aus Aufgabe 14 nicht komplett vorhanden war. Da nach altem Kartenausschnitt und nicht wie in der Vergangenheit nach Übersichtskarte zwischen den Aufgaben zu verbinden war, musste man zu Beginn nicht den nächstgelegenen Strich als erstes anfahren sondern den zweitnächsten Strich. Danach gab es an einem Dreieck eine kurze Stelle, in der die Strecke nicht doppellinig war. Da man aber nur durchgehend doppellinige Wege befahren durfte war man gezwungen, das Dreieck zu umfahren. Danach war noch ein kleiner versteckter Strich zu berücksichtigen und da die Karte in Aufgabe 15 aus zwei Teilen bestand musste man auch hier beim Übergang vom ersten auf den zweiten Kartenausschnitt nochmal nach dem alten Ausschnitt verbinden. Hier gab es einen ähnlichen Trick wie vom Übergang von Aufgabe 14 zu Aufgabe 15. Der einzige Pfeil in Aufgabe 15 führte uns dann kurz vor dem Ziel noch über ein Dreieck. Dummerweise haben die meisten Teams (wie wir auch) aber die Zusatzbedingung zur letzten Aufgabe nicht richtig gelesen. Hier stand geschrieben, dass alle Striche … zu fahren sind. Der Pfeil hätte also gar nicht gefahren werden dürfen! Tja, das war dann auch unser letzter Fehler an diesem für uns fehlerreichen Tag. Dennoch hatten wir viel Spaß da wir ja wie bereits erwähnt unsere Fehler erst im Ziel in den Lösungen erkannt haben :-)
Vielen Dank deshalb nochmal an den Fahrtleiter Werner für diese tolle Orientierungsfahrt.

Was gab es sonst noch erwähnenswertes?

In nordamerikanischen Motorsport-Serien wird jedes Jahr dem besten Fahrer der Titel „Rookie of the year“ für das erste Jahr in der Profi-Saison vergeben.
Wenn es im Orientierungssport auch so etwas geben würde dann gäbe es in diesem Jahr ein Team, welches diesen Titel mehr als verdient hätte.

Das saarländische Team Ralf Schackmann und Marc Stoll hat das unglaubliche Kunststück geschafft auf Anhieb Artland 2014 zu gewinnen und Bramsche 2014 mit dem zweiten Gesamtplatz zu beenden.
Das hat bisher noch kein anderes Team geschafft und da die beiden Orientierungsfahrten zu den besten und schwierigsten Orientierungsfahrten von Deutschland zählen kann ich hier nur den Hut ziehen!
Thomas hat bei der Siegerehrung dann auch erwähnt, dass es sich durchaus lohnen könnte, mal bei einer Orientierungsfahrt von Schackmann/Stoll teilzunehmen…

Für Ori-Interessierte liste ich daher als „Referenz“ einfach mal die fünf Erstplatzierten von letztem Samstag auf inkl. Verweis auf deren eigene Veranstaltungen, die neben den Ori’s von Bramsche, Neuruppin und Havelland wohl zu den besten Orientierungsfahrten von Deutschland gezählt werden können.

Gewonnen haben am Samstag die Dauersieger und Veranstalter der Artland-Ori (http://www.ac-artland.de/) Treuke/Zeuner, die damit auch einen großen Schritt zum erneuten Titelgewinn der Deutschen Ori-Meisterschaft des NAVC gemacht haben. So weit ich weiß steht in dieser Meisterschaftsserie noch eine Ori aus in der dann die Entscheidung fällt ob Treuke/Zeuner zum 10. Mal in Folge Deutsche Meister werden!

Zweite wurden wie erwähnt Ralf Schackmann (Veranstalter der Mittelsaar-Ori http://www.mittelsaar-ori.de/) und Marc Stoll (Veranstalter der Obere Nahe Ori http://www.msc-obere-nahe.de/).
Hier mal eine persönliche Anregung an Ralf und Marc:
Ich habe mir mal eure beiden Seiten und eure Ori-Unterlagen der letzten Jahre angeschaut und mir haben die Aufgaben gut gefallen. Lediglich die Bestrafung von einem Punkt je Karrenzminute hat mir nicht gefallen, da dadurch meiner Meinung nach die Zeit eine zu große Rolle gegenüber Fehlern auf der Strecke spielt. Wenn ihr zukünftig mal wie bei den schwersten Orientierungsfahrten im Norden Deutschlands Karrenzminuten nur bei Punktgleichheit auf der Strecke berücksichtigt, dann werden wir auch mal die lange Anreise zu einer von euren Veranstaltungen antreten…

Gesamt-Dritte wurden Gerd und Martin von der Heyde (Veranstalter der Pinneberg-Ori http://www.acpinneberg.de/)

Gesamt-Vierte und wenn ich es richtig verstanden habe dadurch auch Nord-OM-Sieger 2014 wurden Ulrich und Melanie Bleeke (Veranstalter der Rehburg-Ori http://www.msc-rehburg.de).
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zum (erstmaligen) Gewinn der norddeutschen Orientierungsmeisterschaft!!!

Gesamt-Fünfte wurden Brenneke/Kietzmann (ehemalige Veranstalter der schwierigsten Orientierungsfahrt von Deutschland; der legendären „Tücken-Ori“)

Herzlichen Glückwunsch an diese fünf Teams die momentan zu den besten Ori-Teams in Deutschland zählen…

Jürgen

PS.: Danke an Kurt dass er wieder an uns gedacht hat und Sonja sogar mit einer Extra-Portion der in Bramsche üblichen Schokoladenhappen bei der Siegerehrung überrascht hat.



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