Donnerstag, 17. Oktober 2019

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10. Dinkelberg-Ori (13. Lauf zum OSWP 2009) (21.11.2009)

 Patrick Weber (22.11.2009)

OLAF`S MEISTERST├ťCK Zum Jubil├Ąum der 10. Dinkelberg-Ori des OKCC S├╝dbaden kamen insgesamt 20 Teams. 13 Profis und 7 Einsteiger. Alle Top-Teams aus dem Ori-S├╝d-West-Pokal waren anwesend. Denn es geht um die Entscheidung in der Meisterschaft. Denn insgesamt 4 Fahrer/Beifahrer hatten noch Chancen auf den diesj├Ąhrigen Meistertitel. Harald Baumgartner als Fahrer. Konnte sich aber keine Punkte erarbeiten, da er der Veranstalter der Jubil├Ąums-Ori war. Sein neuer Beifahrer Benedikt Weber. Sieger der Einsteiger Klasse aus dem letzten Jahr. Ein sogenannter Senkrechtstarter. Und Olaf Jessen und ich. Um eine Vorentscheidung treffen zu k├Ânnen lag es an uns selbst. Ein Sieg mit 100 Punkten w├╝rde alles klar machen. Bei gleichzeitigem nicht so gutem abschneiden von Benedikt Weber. Also der Druck war gro├č. P├╝nktlich um 16:31 Uhr startet dann das erste Fahrzeug. Mit Startnummer 7 waren wir dann auch noch im hellen gestartet. Die Unterlagen waren in Top-Qualit├Ąt und nat├╝rlich wie im S├╝d-West-Pokal inzwischen ├╝blich, in Farbe. Durch die Abwrackpr├Ąmie in ├ťberstunden gezwungen, musste sich Harald etwas Hilfe von zwei anderen Profis aus dem Ori-S├╝d-West-Pokal holen. Peter Trunner hatte das ausgedachte von Harald zu Papier gebracht. In gewohnt guter ÔÇ×kleiner Camel-TrophyÔÇť Qualit├Ąt und Mike Gr├╝ber mit Fahrer Peter Becker verzichteten ebenfalls auf einen Start und ├╝bernahmen die Kontrolle der Ori und die Auswertung. Hierf├╝r auch von mir ein gro├čes Dankesch├Ân. So konnten wir Profis von besten Voraussetzungen ausgehen und die L├Âsbarkeit der Aufgaben erwarten. Gleich in FA 1 wurden zwei Ori-Tricks eingearbeitet, die es zu erkennen galt. Vorgewarnt von den Machern der Ori war h├Âchste Konzentration angesagt. FA 2 sah eigentlich ganz einfach aus, aber da war noch ein Sperrschild. Fast zugeparkt von Spazierg├Ąngern. Kein ├╝bliches Sperrschild. Nein. Ein Waldweg Verbotsschild. Gr├╝n mit wei├čer Schrift. Sehr gut zu ├╝bersehen. Sp├Ąt, aber doch erkannt ging dann auch FA 2 ohne Probleme. In FA 4 hatten sich dann Mike Gr├╝ber und Peter Becker sogar als Stempelkontrolle noch zur Verf├╝gung gestellt. Sofort vor der SK hielten wir an, um die Aufgabe nochmal zu kontrollieren. Denn nicht umsonst hatte sich Mike diesen Platz als Stempelkontrolle ausgesucht. Alles nochmal ├╝berpr├╝ft ging es dann zum Stempeln. Sofort wurde unsere Bordkarte in Augenschein genommen und festgestellt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ohne uns dies jedoch zu sagen. In FA 5 war es dann vorbei mit dem sch├Ânen Erarbeiten der einzelnen Zeichen. Wir fuhren die 5 Pfeile wie vom Veranstalter gewollt ab. Als jedoch der letzte Pfeil gefahren war, stellte Olaf noch einen k├╝rzeren Weg vom dritten Pfeil zum eigentlich 5 Pfeil fest. Wir hielten an und erarbeiteten den vermeidlich k├╝rzeren Weg. Da wir schon ziemlich weit weg waren vom dritten Pfeil musste ich mal ein paar Kohlen auflegen, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Angekommen bei Pfeil 3 fuhren wir jetzt die k├╝rzere Variante. Die aber leider nicht zu fahren war. Tiefster Waldweg mit der Gefahr stecken zu bleiben, stellte sich uns in den Weg. Also war die auf der Karte m├Âgliche k├╝rzere Verbindung nicht zu fahren. Jetzt war erst mal fluchen ├╝ber die Macher der Ori angesagt. Unn├Âtige 15 Minuten waren beim Teufel, nur weil sich niemand um die einlinigen Wege neben der Idealstrecke gek├╝mmert hat. Da aber unser BMW nicht der langsamste ist, kam jetzt auch Schwung ins fahren. Die verlorene Zeit musste ja wieder aufgeholt werden. Sch├Âne, fahrerisch anspruchsvolle Strecken hatte Harald ausgesucht. Gewarnt durch die Fahrerbesprechung lies ich auch die n├Âtige Vorsicht walten. In FA 13 / 14 /15 musste ein Waldst├╝ck gefahren werden, das es in sich hatte. Schnelle Kurven mit schlammigem Boden, manchmal flott zu fahren, aber auch mit Bauernglatteis. Und so lernten wir auch die elektronischen Hilfen eines modernen BMWÔÇ▓s kennen. In einer schnellen rechts Kurve war das Auto nicht mehr zu halten. Viel zu schnell unterwegs ging es Richtung links stehende B├Ąume. Ich sagte nur zu Olaf, jetzt gehtÔÇ▓s ab. Auch mit Vollgas war dem drohenden ├ťbel nicht beizukommen. Denn die Elektronik hatte auch erkannt, dass die Geschwindigkeit nicht den Bodenverh├Ąltnissen angemessen war, und sich eingeschaltet. Zum Gl├╝ck. Knapp einem Einschlag entkommen ging es dann weiter. In FA 16 stellte dann Olaf einen vorher aufgebauten Gegenverkehr fest und teilte mir mit, bitte nochmal durch den Wald. Ich freute mich schon. Denn jetzt kannte ich ja alle Ecken und auch die Passage mit dem Superbauernglatteis. Ich konnte jetzt noch etwas schneller durch die Ecken und an der besagten Stelle fuhren wir halt etwas langsamer. Unfallfrei ging es dann in FA 17. Untypisch f├╝r Profiunterlagen waren diese Nummeriert. Also alles ganz einfach. Aber die T├╝cke lag im Detail. Punkt auf der Br├╝cke, oder kleines Schw├Ąnzchen am Ende eines Pfeiles. Auch hatten manche Pfeile kleine B├Ąuche bekommen, die es zu fahren galt. Nach gemeinsamer Absprache des zu fahrenden Weges ging es langsam Richtung Ziel. Die Zeit war knapp. 60 KM und noch 30 Minuten bis zum Ziel. Gott sei Dank war der Heimweg meistens ├╝ber Landstra├če und wir konnten so etwas Zeit gutmachen. Kurz vor Ende der Ori nochmal den Gegenverkehr beachten und den k├╝rzesten Weg zum Ziel fahren. Da die Macher der Ori alle samt Profis sind, hatten Sie auch die letzte Kontrolle ( wurde am Anfang der Ori schon mal gefahren ) auch ausgetauscht. Jetzt stand anstatt einer OK 3 eine OK 8 zu notieren. Mit fast 7 Minuten Vorzeit konnten wir dann gem├╝tlich ins Ziellokal gehen. Ich wartet dann im Ziel auf die Konkurrenz. Haupts├Ąchlich Benedikt Weber, der ja auch noch Chancen auf den Meistertitel hatte. Aber er kam mit 31 Minuten Nachzeit und insgesamt 12 Kontrollen weniger ins Ziel. Somit war eine kleine Vorentscheidung in Sachen Meisterschaft gefallen. Jetzt mussten nur noch die anderen Teams nicht so gut sein wie wir. Am Ende stellte wir am Aushang dann fest, dass Olaf sein Meisterst├╝ck abgeliefert hatte und alles mit null Fehlern gefahren ist. Ich trug dann meinen Teil dazu bei und wir blieben als einzige der Profis in der vorgegeben Zeit. Also alles mit Null gefahren. Die gew├╝nschten 100 Punkte waren Wirklichkeit geworden. Da die Konkurrenz alle samt Federn lassen mussten, steht auch OLAF JESSEN als neuer Meister im ORI-S├ťD-WEST- POKAL 2009 fest. Somit hat auch der beste Beifahrer in diesem Jahr den Meistertitel geholt. GRATULATION. So k├Ânnen wir jetzt ohne Druck zum letzten Lauf nach Ramberg reisen. Und so kam es zu folgendem Ergebnis bei der Ori Profis 1. P. Weber / Jessen 0 Strafpunkte 2. Vock / Vock 50,5 Strafpunkte 3. Hillebrand / Breiter 52,7 Strafpunkte 4. Hoststetter / Kopp 60,5 Strafpunkte 5. Simon / B├Ąr 72,7 Strafpunkte 6. Stopp / B. Weber 88,1 Strafpunkte 7. Kuhn / Keller 90,6 Strafpunkte Einsteiger 1. Ruoff / Bergner 38,1 Strafpunkte 2. Zonewicz / Zonewicz 50 Strafpunkte 3. Seibert / Eggert 102,1 Starfpunkte

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10. Dinkelberg-Ori (13. Lauf zum OSWP 2009) (21.11.2009)

 Bernhard Kuhn (29.11.2009)

ERG├äNZENDER BERICHT, EINDR├ťCKE UND ERLEBNISSE AUS DER SICHT EINES FAHRERS Der Veranstalter Harald Baumgartner hatte auf den 18. April 2009 eigentlich wie ├╝blich zu seiner legend├Ąren Dinkelberg-Ori einladen wollen. Als Chef einer florierenden Autoverwertungsfirma wurde er jedoch wegen der neu eingef├╝hrten staatlichen Abwrackpr├Ąmie derart mit Altwagen ├╝berschwemmt (und wird es sogar auch heute noch!), dass die Einhaltung dieses Datums v├Âllig illusorisch war und die Veranstaltung auf den Sp├Ątherbst, n├Ąmlich den 21. November 2009 verschoben werden musste. Selbst dieses Datum war nur mit knapper Not zu schaffen, mit etwas Hilfe von au├čen gelang es Harald dann aber doch noch, eine interessante, OSWP-w├╝rdige Fahrt auf die Beine zu stellen. Frohen Mutes machte ich mich also am Samstagnachmittag mit meinem 11-j├Ąhrigen, schon etwas rostigen Astra von meinem Wohnort in der Schweiz auf den Weg zum Startort Karsau. H├Ątte ich da schon gewusst, was mich nachts erwarten w├╝rde, w├Ąre ich gar nicht mehr so froh gewesen... W├Ąhrend der Fahrt machte sich zwar ein ungewohntes, leise zischendes rhythmisches Ger├Ąusch bemerkbar, ich ma├č dem aber keine gro├če Bedeutung bei und vermutete einfach eine kleine Macke an der alten Karre. Kurz vor halb vier traf ich in unserem Clublokal Kupferd├Ąchli ein, wo sich bereits einige Teilnehmer versammelt hatten. Die Anmeldung befand sich direkt hinter der Eingangst├╝re und war nicht zu ├╝bersehen. Nach der Entrichtung des Nenngeldes blieb noch etwas Zeit f├╝r die Begr├╝├čung der andern inzwischen angekommenen Teilnehmer und f├╝r ÔÇ×Benzin-Gespr├ĄcheÔÇť ├╝ber vergangene und zuk├╝nftige Oris. Da mein letztj├Ąhriger Teampartner Thomas Pfaff leider unabk├Âmmlich war, hatte mir Harald einen Profi-Navigator vom MSC Ramberg organisiert, n├Ąmlich Daniel Keller, seinen ehemaligen Beifahrer. P├╝nktlich um 15.45 Uhr musste Harald die Kaffee Trinkenden und Kuchen Essenden (die Chefin Erna Brombach und ihre Assistentin Katrin Schuster hatten extra f├╝r uns Kuchen gebacken, danke!!) bei ihren Gen├╝ssen leider kurz unterbrechen, denn er wollte die Fahrerbesprechung durchf├╝hren. Kompetent wie immer gab er die notwendigen Infos samt Startreihenfolge bekannt und wies auf festgestellte Besonderheiten der Strecke hin. Nachdem auch einige R├╝ckfragen der Teilnehmer gekl├Ąrt werden konnten, verzog man sich langsam auf den Parkplatz hinunter, um sich in den Autos h├Ąuslich einzurichten und sich auf das Kommende mental vorzubereiten. Ohne jegliche Verz├Âgerung, exakt im Zeitplan, wurde um 16.31 Uhr das erste Fahrzeug auf die Reise geschickt, dem im Minutenabstand alle anderen folgten. Da die Profis das Bordbuch erst unmittelbar beim Start erhielten, musste schon nach wenigen Metern kurz angehalten werden, um gem├Ąss dem ersten Kartenbild die richtige Wegfahrt vom Kupferd├Ąchli zu finden. Nach den wohlbekannten Ecken in Karsau und Umgebung gingÔÇ▓s kurz in den Wald rein, wo sich uns (und unseren Nachfolgern) ein lauthals fluchender Spazierg├Ąnger in den Weg stellte. Hier sei wegen dem gr├╝n-weissen Sperrschild am Waldrand absolutes Durchfahrtsverbot, schrie er uns an. Und wenn ihm noch mehr Autos begegnen w├╝rden, dann rufe er die Polizei! Unsere Entgegnung, an der anderen Waldeinfahrt w├╝rde kein solches Verbotsschild stehen, liess er nicht gelten. Gem├Ąss Infos anderer Konkurrenten stand da doch eines, aber zugeparkt und deshalb fast nicht zu sehen! Ob wir nun falsch gefahren sind oder nicht, kann ich in meiner Funktion als Fahrer leider nicht beurteilen; auch nicht im weiteren Streckenverlauf (wer sich im Detail ├╝ber die einzelnen Aufgaben informieren m├Âchte, kann das hier auf orie.de tun in Patrick Webers Bericht). Ich befolgte ganz einfach die Anweisungen meines Navigators. Obschon Daniel und ich uns zum ersten Mal begegnet sind, harmonierten wir recht gut; einzig seine st├Ąndigen ÔÇ×Gas, Gas, Gas!ÔÇť- Rufe nervten anfangs ein wenig. Wir hatten f├╝r die etwa 80 km doch volle dreieinhalb Stunden zur Verf├╝gung! Dabei liess ich aber ausser Acht, dass f├╝r die einzelnen Fahrtauftr├Ąge ja auch eine gewisse Standzeit notwendig ist zum Ausarbeiten. Und wenn die Streckenf├╝hrung klar ist, muss man versuchen, die dadurch verlorene Zeit wieder aufzuholen. Etwas verunsichert fuhr ich also gerade so schnell, wie ich es auf den zum Teil laubbedeckten Schotterwegen noch verantworten konnte. Meinem Navigator war aber auch das noch streckenweise zu langsam, da er vom Rallyesport her etwas andere Fahrtechniken gewohnt ist. Auf den Asphaltstrassen fand ich daf├╝r seine Streckenansagen (80 Kurve rechts mittel, 150 T spitz links etc.) sehr hilfreich, um bei Dunkelheit die passende Geschwindigkeit einsch├Ątzen zu k├Ânnen. Also sagte ich kein Wort, wenn Daniel mich wieder und wieder durch die Pampa hetzen wollte. Sch├Ân brav wie ein Hund bretterte ich durch die Dunkelheit, zum Gl├╝ck haben wir keinen solchen samt Herrchen angefahren. Alles ging gut ohne jegliche Panne oder gar Unfall. Das anfangs erw├Ąhnte rhythmische Ger├Ąusch war zwar immer noch h├Ârbar, sogar noch leicht st├Ąrker. Die Ereignisse nahmen unabwendbar ihren Lauf.... Am Ziel angekommen, schaute ich auf die Uhr und musste meine zuvor ablehnende Meinung zu Daniels unaufh├Ârlichen ÔÇ×Gas !ÔÇť-Rufen komplett revidieren! Im Gegenteil, ich bin ihm sogar noch dankbar daf├╝r, denn wir waren bis auf wenige Minuten genau in der Sollzeit, keinesfalls zu fr├╝h! Wir betraten also unser urgem├╝tliches Ziellokal Kupferd├Ąchli mit dem sch├Ânen Holz-Ambiente, gaben die Bordkarte ab und warteten auf das Eintreffen der anderen Konkurrenten. Der grosse hufeisenf├Ârmig aufgestellte Esstisch war bald fast bis zum letzten Platz besetzt, denn es hatten immerhin 20 Teams teilgenommen. Endlich konnte der Durst gestillt und der knurrende Magen beruhigt werden, w├Ąhrend hinten im B├╝ro die Auswertung auf Hochtouren lief. Die stets hervorragende Kupferd├Ąchli-K├╝che kam zwar fast nicht mehr nach mit der Speisen-Herstellung; was aber ├╝berhaupt nichts ausmachte, denn wir hatten uns auf eine l├Ąngere Auswertungszeit eingestellt. Aber, oh Wunder, bereits nach 50 Minuten nach Eintreffen des letzten Teilnehmers kam Harald mit den Unterlagen in der Hand zu uns her├╝ber und die mit Spannung erwartete Siegerehrung konnte beginnen. Auf dem Gabentisch waren unz├Ąhlige Pokale jeder Gr├Âsse aufgebaut, denn bei dieser Jubil├Ąumsfahrt sollte jedermann einen erhalten, bis zum letzten Platz! Aber das war noch gar nicht alles, denn das Gasthaus Kupferd├Ąchli hatte als Sonderpreise zus├Ątzlich vier Gutscheine im Wert von 15 Euro f├╝r die jeweils Erst- und Letztplatzierten beider Kategorien A und B gestiftet!! Im Namen aller bei der Siegerehrung Anwesenden m├Âchte ich mich f├╝r diese grossz├╝gige Spende herzlich bedanken. Nach der durch den Veranstalter Harald kompetent und z├╝gig durchgef├╝hrten Siegerehrung hatte also jeder Teilnehmer etwas Silbergl├Ąnzendes vor sich auf dem Tisch stehen. Das ist absolut nicht selbstverst├Ąndlich, denn normalerweise werden Pokale nur an einen Drittel der Konkurrenten ausgegeben. Bei der 10. Dinkelberg-Ori wurde f├╝r einmal eine Ausnahme von dieser Regel gemacht. Ich denke, nicht nur diese unerwartete Pokalverteilung, sondern die ganze hervorragend organisierte Fahrt hat den Startern riesigen Spass gemacht, nicht nur mir selber. Beim Reinschauen in eines der Bordb├╝cher fielen mir sofort die gestochen scharfen, erstmalig per Computer erstellten Kartenausschnitte auf; als Fahrer kann ich verst├Ąndlicherweise ├╝ber die Schwierigkeit der einzelnen Aufgaben nicht viel sagen. Sie waren nicht ganz einfach zu l├Âsen, wie ich geh├Ârt habe. Aber dazu sollten aus Gr├╝nden der Fairness zumindest alle die gleichen Chancen haben, finde ich. Wenn sich eines der Teams elektronisch aufr├╝stet mit mobilem Scanner, Laptop, GPS-Tracker und dergleichen (ich glaube, ihr wisst wen ich meine), dann liegt ein Sieg mit 0 (Null!) Strafpunkten durchaus im Bereich des M├Âglichen. Aber sehr fair gegen├╝ber den andern Teams ist so etwas nicht, ├╝ber einen mit derartigen Hilfsmitteln erzielten Sieg k├Ânnte ich mich selbst nicht recht freuen. Aber lassen wir das. Nach der Siegerehrung machten sich einige der zum Teil von weither angereisten Mannschaften nach und nach auf den Heimweg. Wer noch nicht m├╝de war und ausserdem ein Zimmer im Kupferd├Ąchli gebucht hatte, blieb aber gem├╝tlich mit den anderen zusammen sitzen, der harte Kern bis kurz nach drei Uhr morgens(!). Um auch unsere Gastgeber endlich schlafen zu lassen, hoben wir gegen halb vier Uhr fr├╝h unsere Sitzung auf und ich machte mich auf den 80 km langen Heimweg Richtung Z├╝rich. Weit sollte ich jedoch nicht kommen... Durch Karsau gingÔÇ▓s runter auf die B 34, das komische Ger├Ąusch war weiterhin zu h├Âren. Eben hatte ich im Autoradio nach fetziger Rockmusik gesucht, da machte es unvermittelt ÔÇ×P├ĄngÔÇť, die Ladekontrollampe ging an und der Motor verlor schlagartig seine Zugkraft. Zuf├Ąllig befand ich mich da wenige Meter vor der Riedmatt-Abzweigung, ich konnte das Auto gerade noch in diese Seitenstra├če hinein ausrollen lassen, um nicht als Verkehrshindernis mitten auf der Bundesstra├če stehen zu bleiben. Alle Startversuche waren erfolglos, der Motor war trotz einwandfrei funktionierendem Anlasser nicht mehr in Gang zu kriegen. Klasse, eine Motorpanne mitten in der Nacht! Ich stieg aus, ├╝berlegte kurz, ob ich den ADAC alarmieren sollte, versuchte dann aber Harald per Handy anzurufen, denn wir hatten uns ja erst wenige Minuten vorher getrennt. Zum Gl├╝ck war er noch auf Empfang und versprach mir sofortige Hilfe; erstens mich am Pannenort abholen zu lassen und zweitens eine Unterkunft im Kupferd├Ąchli zu organisieren. Die schnellste Pannenhilfe Deutschlands rollte an, keine 30 Sekunden nach diesem Telefonat parkte Uwe Schwabach seinen Wagen vor dem meinen; er hatte auf seinem in gleicher Richtung f├╝hrenden Heimweg Haralds Anruf erhalten und war total zuf├Ąllig nur wenige Meter von mir entfernt! Gemeinsam schoben wir das Pannenfahrzeug hin├╝ber auf den offiziellen Parkplatz, dann brachte mich Uwe zur├╝ck zum Kupferd├Ąchli, wo zum Gl├╝ck noch ein freies Zimmer verf├╝gbar war und Katrin schon auf mich wartete. Auch sie war trotz geschlossenem Gasthaus noch privat erreichbar gewesen. Ein Super-Service meiner Freunde; was h├Ątte ich nur ohne ihre Hilfe gemacht! Im Minimum eine Stunde frierend auf den ADAC-Pannenhelfer gewartet, der mich bestimmt nicht bis heim nach Kloten geschleppt h├Ątte, sondern nur bis zur n├Ąchsten Werkstatt... nein danke! Mit Haralds Autoentsorgungsfirma war ich sowieso genau an der richtigen Adresse! So schlief ich dann im warmen Bett eigentlich recht gut, obschon ich mir ein paar Gedanken gemacht hatte, was denn mit dem Astra wohl los sein k├Ânnte. Um halb zehn Uhr trafen sich die verbliebenen Ori-Teilnehmer zum gemeinsamen Fr├╝hst├╝ck, was recht unterhaltsam war, denn viele Kollegen hatten eigene Erlebnisse und lustige Anekdoten aus dem Motorsport beizusteuern. W├Ąhrend ich beim Fr├╝hst├╝ck sa├č, gingen Harald und sein Mechaniker Stephan Gromann Nachschau halten, was die Pannenursache meiner Rostlaube sein k├Ânnte. Als Harald zur├╝ckkam, schaute er mich schon von weitem besorgt an. Nichts mehr zu machen, Zahnriemen kaputt, kapitaler Motorschaden, indem vermutlich eines der Ventile auf den Kolben geknallt war. Astra good bye! Sehr ├╝berrascht war ich eigentlich nicht, denn ich hatte so etwas fast vermutet. Austauschmotor lohnte sich keinesfalls, denn am 9.12. h├Ątte ich den Wagen sowieso amtlich vorf├╝hren m├╝ssen. Und ob ich dann wegen dem Rost nochmals durchgekommen w├Ąre, ist sehr fraglich. Als die am Fr├╝hst├╝ckstisch noch anwesenden Clubkollegen Michael Stopp, Benedikt Weber sowie Sabine und Dietmar Zonewicz von der Sache h├Ârten, erkl├Ąrten sie sich alle spontan zur Mithilfe bereit, was absolut nicht selbstverst├Ąndlich ist und ich ihnen hoch anrechne. Damit nicht Haralds Schlepper extra am Sonntag ausr├╝cken musste, holte Michael seinen Anh├Ąnger, der zum Transport seines Rallye-Fahrzeuges nach Karsau und zur├╝ck diente. Nach der Fahrt zum Pannenort schoben wir den Astra gemeinsam hoch auf den H├Ąnger und transportierten ihn zu Haralds Werkstatt, sein allerletzter Weg also gewissermassen (jetzt ist er bereits in kleine St├╝cke geshreddert, habe ich geh├Ârt). Eine angebotene Verg├╝tung f├╝r die tatkr├Ąftige Hilfe lehnte Michael ab, daf├╝r nehme er kein Geld. Ich war perplex ├╝ber diese Solidarit├Ąt, wenn jemand Unterst├╝tzung braucht. Das Zusammengeh├Ârigkeitsgef├╝hl mit gegenseitiger kostenloser Hilfeleistung ist beim OKCCS und andern Clubs offenbar eine Selbstverst├Ąndlichkeit. Das wurde aber noch weit ├╝bertroffen. Nachdem meine Helfer den Heimweg angetreten hatten, ├╝berlegte ich, wie und wann ich den Inhalt meiner Auto-Leiche zu meinem Wohnort schaffen k├Ânnte. Gerade als ich Harald um eine grosse Schachtel zwecks Aufbewahrung und sp├Ąterer Abholung bitten wollte, kam Wolfgang Str├╝be unvermittelt auf mich zu und meinte, das sei doch kein Problem, er w├╝rde mich nat├╝rlich bis vor meine Haust├╝r bringen!! (Was ich nicht wusste: Harald hatte Wolfgang von meiner Panne erz├Ąhlt; dieser erkl├Ąrte sich sofort spontan bereit, seine Freizeit zu opfern und mich bis nach Hause zu fahren!). Dieses grossz├╝gige Angebot konnte ich nun wirklich fast nicht annehmen, war aber aus verst├Ąndlichen Gr├╝nden trotzdem sehr froh dar├╝ber. Nach dem endg├╝ltigen Ausr├Ąumen meines langj├Ąhrigen treuen Begleiters fuhren Wolfgang und ich also samt Gep├Ąck in die Schweiz, wo er mich direkt vor meiner T├╝re absetzte. Nicht mal f├╝r diese weite Taxifahrt und das verbrauchte Benzin konnte ich Wolfgang entsch├Ądigen (das kommt aber noch, versprochen!), denn er musste wegen privater Termine gleich wieder zur├╝ck. Ich kann nur noch staunen ├╝ber solche nicht allt├Ąglichen Freundschaftsdienste! Da habe ich mitten in der Nacht im Ausland eine Panne und am sp├Ąten Nachmittag des darauffolgenden Tages bin ich samt allem Astra-Inhalt zusammen schon wieder zu Hause in Kloten....Wahnsinn! Bei einer solchen Solidarit├Ąt unter den Clubkollegen werde ich wohl noch lange OKCCS-Mitglied bleiben, denn ein derartiges Zusammengeh├Ârigkeitsgef├╝hl ist kaum zu ├╝berbieten. Da stimmt einfach alles, angefangen von den stets lustigen und unterhaltsamen Clubabenden bis hin zur j├Ąhrlichen, immer hervorragend organisierten, ziemlich schwierigen aber sehr empfehlenswerten Dinkelberg-Ori. Selbstverst├Ąndlich werde ich auch im 2010 wieder dabei sein, dann aber mit einem andern fahrbaren Untersatz. Team Kuhn/Keller Startnummer 5 Bernhard Kuhn

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